BMW-Doppelsieg beim 32. Int. Zürich 24h-Rennen auf dem Nürburgring

Hans-Joachim Stuck Es war eines der spektakulärsten Rennen aller Zeiten: Das 24h-Rennen 2004 in der Grünen Hölle. Daher konnte BMW-Werksfahrer Hans-Joachim Stuck sein Glück auch kaum fassen und jubelte immer wieder: "Das war ein Null-Fehler-Job. Das Team hat wirklich null Fehler gemacht!" Erleichtert, abgekämpft und überglücklich fiel die Rennsportlegende, die damit zum dritten Mal beim 24h-Rennen in der Eifel erfolgreich war, seinen Kollegen Dirk und Jörg Müller um den Hals, herzte die Mechaniker und ließ auf dem Siegerpodest seinen berühmten Siegesjodler ertönen. Pedro Lamy, Duncan Huisman und Boris Said machten mit dem zweiten Platz im anderen BMW GTR M3 den Triumph perfekt.


Manthey-Racing auf Platz 3

Manthey-Racing Freude pur auch beim Team von Olaf Manthey. Die Lokalmatadoren hatten sich im Porsche 911 GT3 MR wie schon im Vorjahr den dritten Platz erkämpft und somit außer den Werks-BMWs alle Werksteams hinter sich gelassen. Karl Wendlinger, Patrick Huisman, Frank Stippler und Christian Abt im Abt-Audi TT-R wurden Vierter, die japanisch-deutsche Kooperation im Falken-Nissan mit Nordschleifenlegende Roland Asch am Steuer eroberte Rang fünf. Viel Pech hatten Vorjahressieger Volker Strycek und sein Team, die nach grandioser Aufholjagd noch auf Rang 10 landeten, das Schwesternauto fiel aus. Auch viel Pech hatten die Teams um Jürgen und Uwe Alzen und Lokalsmatador Johannes Scheid im Eifelblitz, die 2004 nicht ins Ziel kamen.


Wetterkapriolen

Slicks - Intermediates - Regenreifen? In der Eifel war wieder einmal alles möglich. Hatte es pünktlich, als die Teams ihre Fahrzeuge in die Startaufstellung schoben, zu regnen begonnen, trocknete es in der Einführungsrunde auch schon wieder ab. Pole-Setter Uwe Alzen, der am Freitag mit seiner 8:19,288-Zeit den Gegner nicht den Hauch einer Chance ließ, setzte auf Slicks. Dies erwies sich jedoch als Fehler: Schon nach wenigen Kurven setzte erneut starker Regen ein, Alzen musste die Fahrzeuge mit Intermediates und Regenreifen passieren lassen und steuerte nach einer Runde seine Box an. Die Führung übernahm Arno Klasen im Manthey-Porsche, der sich mit der Chrysler Viper von Markus Grossmann und Dirk Adorf im V8-Star-Jaguar, alle auf Regenreifen unterwegs, heiße Fights lieferte.

BMW Motorsport Schon bald änderten sich die Streckenbedingungen wieder. Nun hatten die Teams, die mit Intermediate-Reifen unterwegs waren, die besseren Karten. Um 15.47 Uhr setzte sich der Werks-BMW mit der Startnummer 42 an die Spitze. Das Wetter blieb während des gesamten Rennens tückisch, auf Regen folgte Sonnenschein, ein Streckenabschnitt war nass, der andere schon wieder abgetrocknet. Es war "...ein Tanz auf der Rasierklinge", wie es "Striezl" Stuck nach dem Rennen formulierte.


Synchronschwimmen?
BMW Motorsport Schrecksekunde für die BMW-Werkscrew in Stunde 9 des Rennens: Bei der Anfahrt zur Boxengasse drehte sich Duncan Huisman auf der Strecke und kam vor dem direkt folgenden Stuck zum Stehen, der im zweiten BMW M3 GTR gerade noch rechtzeitig bremsen konnte. "Das ist das verrückteste Rennen, bei dem ich je teilgenommen habe. Der Dreher ist mir auf Slicks passiert, als die Strecke wieder nasser wurde", meinte Huisman.

Fighters

OPC Team Phoenix Auch andere hatten mit den Streckenbedingungen zu kämpfen: Vorjahressieger Volker Strycek und sein Team holten ein ums andere Mal auf die Spitze auf - und immer wieder mussten die Fahrer im Opel Astra V8 Coupe einen Rückschlag hinnehmen. Eine beschädigte Frontpartie als Unfallfolge, ein Abflug im Schwedenkreuz, Reifenschaden hinten links. Zeitweise schon auf Gesamtplatz 70 zurückgefallen, holte sich der Wagen mit der Nummer 1 immerhin noch den achtbaren 10. Rang insgesamt. Pech für das Schwesternauto: Die Nummer 5 wurde nach einem Unfall noch vor Mitternacht aus dem Rennen genommen.

Scheid Motorsport Um kurz nach 22 Uhr war das Rennen für den "Eifelblitz" beendet: Der Scheid BMW mit Mario Merten am Steuer kollidierte im Abschnitt Fuchsröhre mit zwei anderen Fahrzeugen und musste aufgeben. Unbelohnt blieb die Aufholjagd des von den Fans heiß geliebten Turbinchen der Brüder Jürgen und Uwe Alzen, die zusammen mit den Nordschleifen-Kennern Klaus Ludwig und Michael Bartels an den Start gingen. Beim Überrunden war es zu einer Kollision gekommen, das Team fiel bis auf Platz 136 zurück, kämpfte sich jedoch wieder bis auf den 6. Rang vor. Zwei Stunden vor Rennende ließ jedoch der Motor seine Fahrer im Stich.

Fighters Trophy 2004
Hart gefightet - und daher mit der "Fighters Trophy 2004" ausgezeichnet - hatten auch die Teams von Alpine Racing sowie die Mannschaft des MSC Ruhr Blitz Bochum. Nach einem Abflug in der Flugplatz-Passage wurde der Mercedes 190 E Evo 1 stark beschädigt und fiel aufgrund der langen Reparaturphase auf Gesamtrang 200 zurück. Die Mannschaft um Teamchef Frank Steinmeier kämpfte sich auf Rang 27 im Gesamtklassement vor und krönte seine Leistung zudem mit dem Sieg in der Klasse V4. MSC Ruhr Blitz Bochum wurde nach einer sehr langen Reparaturpause in der Box noch 144. in der Gesamtwertung.


To finish first ...

Zieleinfahrt Um als Erster anzukommen, musst du erst einmal ankommen. Mit dieser alten Rennsportdevise im Hinterkopf zitterte die komplette Schnitzer-BMW-Mannschaft dem Rennende entgegen. Ein außerplanmäßiger Stopp kurz vor Rennende trug nicht gerade zur Beruhigung bei, die Nerven lagen blank. Doch der Vorsprung reichte: Nach 143 gefahrenen Runden fuhren beide Werks-BMW zusammen über die Ziellinie, der Doppelsieg war perfekt.

Teamchef Charly Lamm jubelte mit Tränen in den Augen: "Wir waren natürlich wegen der Situation im Jahr 2003 belastet. Dann kommst Du hier her, gibst alles, aber ein 24-Stunden-Rennen ist eben erst nach 24 Stunden vorbei. Es kann sich immer noch kurz vor Schluss ein Drama abspielen, wie wir es auch hier bei anderen Teilnehmern sehen konnten. Was soll ich sagen? Es ist ein Traum gewesen und dieser wurde erfüllt. Bei uns ist alles perfekt gelaufen."

 

 

 

24h-Rennen Nürburgring 2005

So nun ist es leider für dieses jahr auch schon wieder vorbei. Vom 5.-8.05.2005 war wieder das 24h-Rennen. Gewonnen hat wieder BMW direkt als doppel sieg, auf dem 3. platz war die Zakspeed Viper. Bis auf das es sau kalt war und ziemlich nass hatten wir super spass und freuen uns schon aufs nächste jahr. Ich muss noch ein paar fotos bearbeiten und dann werde ich sie euch hier zur verfügung stellen.

der campingplatz bei nacht

 

die Viper

 

praktische müllhalterung

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